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Was bedeutet es wenn die Bibel Jesus den Sohn Gottes nennt?

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Teil1

Auf der einen Seite spricht die Bibel von Jesus als dem „eingeborenen Sohn“ Gottes:

 

Johannes 3,16

Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

 

Der eine dem Vater untergeordnete Stellung einnimmt:

 

Johannes 14,28

Ihr habt gehört, dass ich euch sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu euch! Wenn ihr mich lieb hättet, so würdet ihr euch freuen, dass ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn mein Vater ist größer als ich.

 

1.Korinther 15,28

Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allen sei.

 

 

Und auf der anderen Seite spricht die Bibel davon, dass Jesus „Gott gleich“ und „wie Gott“ ist:

 

Philipper 2,6  

der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein

 

...der „alles geschaffen“ hat und ordnet ihn so der „Ungeschaffenen“ Kategorie zu:

 

Johannes 1,3

Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.

 

Jesaja 9,5

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst.

 

Offenbarung 1,8

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

 

 

Die Spannung dieser beiden möglichen Identitäten ist ohne Zweifel erkennbar

→ Die Lösung muss daher beide Aussagen berücksichtigen!

 

 

                                                                                           

 

                                                                                           

 


 

 

 

 

 

Die biblische Geschichte beginnt

mit der Erschaffung von Adam und Eva

 

1.Mose 1,27

Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.

 

 

Dann zeugte Adam „einen Sohn nach seinem Bild, als sein Ebenbild

 

1.Mose 5,3

Und Adam war 130 Jahre alt, als er einen Sohn zeugte, ihm selbst gleich, nach seinem Bild, und er nannte ihn Seth.

 

 

 

Lukas bezeichnet in seinem Stammbaum von Jesus die männlichen Vorfahren jeweils als Sohn ihres menschlichen Vaters und am Anfang jener Ahnenreihe steht der erste Mensch, Adam, der aus allen heraussticht:

 

Lukas 3,38

der war ein Sohn des Enosch, der war ein Sohn Sets, der war ein Sohn Adams. Der war [Sohn]Gottes.

 

 

Das Neue Testament zieht bewusst eine Schleife zurück bis zur Anfangsgeschichte der Bibel, um uns zu sagen wer Jesus ist. Und das geschieht, indem wir erfahren, wer Adam war.

 

 

Dann kam der Sündenfall der Gottes Bild im „Sohn Gottes“ zu zerstören drohte, dies erforderte ein Eingreifen, ein Eingreifen, das durch einen anderen Sohn Gottes kommen sollte und Adam ersetzen würde. Also ein neues Haupt des Menschengeschlechts, das das Bild Gottes in uns wiederherstellen könnte.

 

 

 

                                                                                                                                                    

 

 

 

 

 

1.Mose 3,15

Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen: Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

 

Die Verheissung der Erlösung wird hier mit dem Begriff der Nachkommenschaft verknüpft. Zwei Gruppen werden im Laufe der Geschichte immer in Konflikt stehen:

 

→ eine geistliche Nachkommenschaft Satans die Gott und dessen Volk bekämpft

→ eine geistliche Nachkommenschaft von der Frau, aus der eines Tages ein besonderer Nachkomme geboren           wird

 

 

Adam, der Sohn Gottes, hielt in seiner Begegnung mit Satan der Versuchung nicht stand aber es würde ein neuer Sohn für die gefallene Menschheit geboren werden, dieser würde der Schlange den Kopf zertreten, anstatt sich ihr zu ergeben.

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Wenn wir also wirklich verstehen wollen, auf welche Weise Jesus der Sohn Gottes ist, müssen wir den Fokus von unseren Einzeltexten wegnehmen und das Blickfeld weiten, um die grosse historische Erzählung zu erfassen, die Bibel als ganzes lesen - denn sie zeigt uns die Wahrheit in einer Weise, wie es einzelne Texte  allein niemals könnten.

Nach dem Sündenfall machte der Schöpfer eine Vorhersage, die eine Drohung für Satan, gleichzeitig aber eine Verheissung für die Menschen war 

                                                                                           

 

                                                                                           

 

 

 

 

  → Wir sehen also das Gott das Problem der Sünde von Anfang an im Rahmen einer Erbfolge

        behandelt.

  → Er sagt die Geburt eines besonderen Kindes voraus.

  → Der Gott, der die Menschheit geschaffen hat, will sie durch einen ihrer Nachkommen retten, aus

       ihrem eigenen erblich bedingten Geschlecht heraus.

  → Ein in der Linie Adams geborener „Sohn Gottes“ ist das Mittel der Wahl, das den Fall Adams

       wiedergutmacht.

 

Und so beginnt Gott auch gleich im Laufe der biblischen Geschichte mit der Erfüllung dieser Verheissung! Und wie? Er etabliert eine Abstammungslinie über die das versprochene Kind, der neue Sohn Gottes, auf die Welt kommen kann.

 

Er ruft Abraham und Sara aus ihrer babylonischen Heimatstadt Ur hinaus und verspricht ihnen aus ihrer Nachkommenschaft ein grosses Volk entstehen zu lassen durch das alle Völker der Erde gesegnet würden:

 

1.Mose 12,1-3  

Der HERR aber hatte zu Abram gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner                                                    Verwandtschaft  und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde!
2 Und ich will dich zu einem großen Volk machen und dich segnen und deinen Namen groß machen,                                und du sollst ein Segen sein.
3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden                          alle Geschlechter auf der Erde!

 

 

Abraham und Sara bekommen schliesslich Isaak, der in der Bibel der „Sohn der Verheissung“ genannt wird:

 

1.Mose 21,2.3

Und Sarah wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zur bestimmten Zeit,                                wie ihm Gott verheißen hatte.
3 Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren wurde, den ihm Sarah gebar, den Namen Isaak.

 

Und von da an konzentriert sich die Geschichte bemerkenswerterweise auf eine Folge von Söhnen (siehe auch das Recht des Erstgeborenen:1.Mo27,19.32; 43,33;48,14-18). Durch den ersten Sohn der Familie wird die Bundesverheissung an die nächste Generation weitergegeben.

 

Allerdings - und das ist enorm wichtig - merkt man bald, dass der genetisch Erstgeborene nicht immer gleich der Erstgeborene des Bundes ist:

 

Isaak ist nach Ismael der zweite Sohn Abrahams, aber der Erstgeborene der Verheissung

Jakob ist nach Esau auch der Zweitgeborene nimmt aber gemäss der Bundesverheissung die Stellung des      Erstgeborenen ein.

 

 

Abraham und Sara haben einen erstgeborenen Sohn des Bundes → Isaak

Isaak und Rebekka haben einen erstgeborenen Sohn des Bundes → Jakob

 

 

 

Jakob hat zwölf Söhne und sein Name wird in Israel umbenannt, die zwölf Söhne und ihre Nachkommen werden mit dem Bundesnamen ihres Vaters Israel bezeichnet.

 

 

Gott hat nun ein vereintes Volk, eine Nation!

 

Und nun aufgepasst! Mose wurde von Gott beauftragt, dem Pharao eine ganz gezielte Botschaft mitzuteilen:

 

2.Mose 4,22.23

Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: »Israel ist mein erstgeborener Sohn;
23 darum sage ich dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dient;

 

Ab hier erfährt die Verheissung der Nachkommenschaft aus 1.Mose 3,15 eine erweiterte Anwendung → Ein ganzes Volk übernimmt als Gesamtheit die Sohnschaft.

 

Doch wie kann Israel Gottes erstgeborener Sohn sein?

 

1.Mose 12,3

und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf der Erde!

 

Israel wird also zu Gottes erstgeborenem „Sohnvolk“ erklärt, mit dem Ziel, dass durch das Zeugnis Israels auch andere Nationen zu Gott finden.

 

Dies zeigt uns das die Rolle des erstgeborenen Sohnes nichts mit der Geburtenfolge zu tun hat. Israel ist der geistliche Erstgeborene, durch den Gott alle Nationen in den Sohnstatus einschliessen will, den Adam verloren hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Isaak, Jakob und dann Israel – alle waren Erstgeborene im Sinne ihrer Bedeutung oder Funktion, nicht im Sinne einer Reihenfolge.

 

 

An dieser Stelle der Geschichte – als Israel zu Gottes erstgeborenem Sohn wird – nimmt Gott die Rolle des Vaters ein:

 

5.Mose 32,6.16-18

Dankst du so dem HERRN, deinem Gott, du tolles und törichtes Volk? Ist er nicht dein Vater und                                            dein Herr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?

16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt durch fremde Götter; durch Gräuel hat er ihn erzürnt.
17 Sie haben Geistern geopfert, die keine Gottheiten sind, Göttern, die sie nicht kannten, neuen, die                                         vor Kurzem erst aufgekommen sind, die eure Väter nicht geehrt haben.
18 Den Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer Acht gelassen und hast vergessen den Gott, der                                        dich geboren hat.

 

Als Mose das Volk für seine Untreue zurechtweist, erklärt er Israel:

 

Gott ist „dein Vater“. Er hat dich „gezeugt“. Er hat dich „geboren“.

 

Sobald Israel unter den Völkern die Rolle des eingeborenen Sohnes einnimmt, übernimmt Gott die Vaterrolle.

Jeremia 31,9

Weinend kommen sie, und unter Flehen führe ich sie; ich will sie zu Wasserbächen führen auf einem ebenen                          Weg, auf dem sie nicht straucheln werden; denn ich bin Israel zum Vater geworden, und Ephraim ist                                mein Erstgeborener .

 

Israel wird vorgeworfen, dass es Gott, der es „geboren“ hat, vergass. Diese Geburt fand statt, als Gott das Volk aus der ägyptischen Knechtschaft befreite.

 

Ähnlich wie die Sohnrolle ist auch Gottes Vaterrolle in die alttestamentliche Erzählung fest eingewoben. Sie ist eng verbunden mit der Berufung Israels zu dem Volk, durch das der Messias kommen wird. Wenn wir also verstehen wollen was das Neue Testament meint, wenn es Gott Vater nennt, müssen wir das Alte Testament studieren.

Wenn wir theologisch dem biblischen roten Faden folgen, wird folgendes klar: In gewissem Sinne ist Gott unser Vater und so auch der Vater von Jesus. Aber letztendlich kann Gott nicht vollständig auf diese Vaterrolle beschränkt werden.

 

Folgt man dem grossen Bogen der biblischen Geschichte, entsteht ein einheitliches Bild.

 

Dies bringt uns zu dem nächsten Sohn Gottes in der Abstammungslinie der Sohnschaft. David wird der auserwählte König Israels, d.h. er repräsentiert das ganze Volk. Die Bezeichnung Sohn bekommt hier eine spezielle prophetische Bedeutung. Dazu kommt das auch hier die Geburtsordnung auf den Kopf gestellt wird, denn David ist nicht der erstgeborene Sohn seines Vaters, sondern sogar der letztgeborene:

 

1.Samuel 16, 10-11

So ließ Isai sieben seiner Söhne vor Samuel vorübergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR                                          hat diese nicht erwählt!
11 Und Samuel fragte den Isai: Sind das alle jungen Männer? Er aber sprach: Der Jüngste ist noch                                        übrig, und siehe, er hütet die Schafe! Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und lass ihn holen, denn                                      wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist!

 

Die Weiterführung des Bundes ist hier wiederum entscheidend, nicht aber die chronologische Abfolge. Bei David wiederholt Gott das Versprechen, das er Abraham, Isaak, Jakob und Israel gegeben hat.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

→ Darüber hinaus wird David zum Prototyp des kommenden Messias

 

In Psalm 2 spricht David von sich selbst als „Sohn“, der von Gott „gezeugt“ wurde. Zugleich bezieht er sich prophetisch auf den Messias, in dem sich alles, was Gott Israel verheissen hat, erfüllen wird:

Psalm 2,1-2.6-7 

1 Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges?
2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und                                      gegen seinen Gesalbten:


 6 »Ich habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg!«

Ich will den Ratschluss des HERRN verkünden; er hat zu mir gesagt: »Du bist mein Sohn, heute                                    habe ich dich gezeugt.

Über wen spricht David hier? Einerseits über sich selbst in der unmittelbaren historischen Situation, als der gesalbte König Israels. Andererseits besingt er im prophetischen Sinne den Gesalbten Israels, nämlich Jesus Christus.

 

Das wissen wir weil das Neue Testament diese prophetische Verbindung herstellt

→ vgl. Apostelgeschichte 2,25-36;4.25-28;13,33:Hebräer 1,5

In Psalm 89 beschreibt David sich selbst als Gottes Erstgeborenen, dessen Bund niemals endet, während er zugleich das Kommen des Messias vorhersagt:

 

Psalm 89,20.27-28  

20 Damals hast du durch ein Gesicht geredet mit deinem Getreuen, und gesprochen: »Ich habe                                     die Hilfe einem Helden übertragen, einen Auserwählten aus dem Volk erhöht

27 Er wird zu mir rufen: Du bist mein Vater, mein Gott und der Fels meines Heils!
28 Und ich will ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige auf Erden.

 

Diese alttestamentlichen Texte sind entscheidend, um die Geschichte, die ins Neue Testament hineinreicht, zu verstehen und zu erklären, warum Jesus dort Gottes erstgeborener Sohn genannt wird.

 

→ Tatsächlich zitiert das Neue Testament bewusst die beiden Psalmen, um die Bundesidentität des Messias zu verdeutlichen.

→ Denn wann immer im NT von der Sohnschaft die Rede ist, müssen wir diese von der alttestamentlichen Bedeutung her verstehen.

→ David ist Gottes Sohn des Bundes in einer Ahnenreihe von Söhnen, die bis zum messianischen Sohn führt.

 

Adam der Sohn Gottes, verlor seine Stellung als Sohn. Gott versprach, sie zurückzugewinnen, indem er der Menschheit einen Neubeginn schenkte – mit einem neuen Sohn Gottes, der dort siegreich sein würde, wo Adam versagte. Dieser Nachkomme der Frau würde seine Berufung als göttliches Ebenbild für alle Menschen künftiger Generationen erfüllen.

 

→ Durch einen menschlichen Sohn Gottes, der den Fall Adams korrigiert.

 

David ist ein weiteres Element in der Ahnenreihe des Sohnes. Und wer kommt danach? Natürlich ein weiterer Sohn Gottes – Salomo.

 

 

Im weiteren Verlauf der Geschichte bekommt David einen Sohn, dem er den Namen Salomo gibt.

Gemäss dem vorgesehenen Plan überträgt Gott die einzigartige Stellung als Sohn dem Salomo:

 

1.Chronik 22,10

Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Und er soll mein Sohn sein, und ich will sein Vater sein                                      und den Thron seines Königtums über Israel befestigen auf ewig!

 

 

Den gleichen Wortlaut finden wir auch im NT: „Er wird mein Sohn sein, und ich werde sein Vater sein.“ (Hebräer 1,5) Diese Bezeichnungen kommen im Rahmen der Bundesverheissung zur Geltung. Salomo wird dazu berufen die Rolle des Sohnes einzunehmen, damit die Bundesverheissung fortgesetzt werden kann.

 

 

Mit Salomo kommen wir somit einen Schritt bzw. einen Sohn Gottes näher zum verheissenen Messias. Man erkennt den roten Faden:

 

Gott verheisst eine Abstammungslinie durch die ein neuer Sohn Gottes kommen wird, der Adams Fall wiedergutmacht. Gott würde ein Volk bestimmen durch das sich die Verheissung von Generation zu Generation erfüllen kann

 

  → Abraham, der Sohn Gottes, führt zu...

  → Isaak, dem Sohn Gottes. Dieser führt zu...

  → Jakob, dem Sohn Gottes. Dieser führt zu...

  → Israel, dem gemeinschaftlichen Sohn Gottes. Dieser führt zu...

  → David, dem Sohn Gottes. Dieser führt zu...

  → Salomo, dem Sohn Gottes.


Bis hin zu der Geburt des verheissenen Nachkommen, des neuen Adams, der die gefallene Menschheit erlösen wird. Ein Mensch, der gemäss der Bundesverheissung der „Sohn Gottes“ sein wird und die Menschheit wieder in die ursprüngliche Beziehung zu Gott führt

Jesus Christus.

Bevor wir die Brücke vom AT ins NT schlagen - von den messianischen Vorläufern zum Messias selbst – lasst uns kurz einmal anschauen was die Bibel unter dem göttlichen Bund versteht:


 

Hosea 6,6-7 

Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der Gotteserkenntnis mehr als an                                              Brandopfern.

7 Sie aber haben wie Adam den Bund übertreten; dort sind sie mir untreu geworden.


 

Der Bund hat also mit Treue zu tun.

Jesaja 55,3

Neigt eure Ohren und kommt her zu mir; hört, so wird eure Seele leben! Denn ich will euch einen

ewigen Bund gewähren: die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind.

Der Bund offenbart nicht nur wer Gott ist, sondern auch, was es eigentlich bedeutet Mensch zu sein. Das brechen dieses Bundes zeigt deutlich was geschieht, wenn der Mensch nicht mit seiner wahren Identität im Einklang lebt:

Jesaja 24,5 Denn das Land liegt entweiht unter ihren Bewohnern; denn sie haben die Gesetze übertreten, die Satzungen    abgeändert, den ewigen Bund gebrochen!

→ Die Menschheitsgeschichte ist im wesentlichen vom Bundesbruch geprägt

Jesus kam um diese Beziehung wiederherzustellen:

Hebräer 8,10

sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen, spricht der                                 Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben; und ich will ihr                                Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.

Durch Jesaja sagte Gott über den kommenden Messias:
 

Jesaja 42,6

Ich, der HERR, habe dich berufen in Gerechtigkeit und ergreife dich bei deiner Hand; und ich will dich behüten und dich zum Bund für das Volk setzen, zum Licht für die Heiden;

Nach ihm sagte der Prophet Daniel vorher, dass der Messias „Fürst des Bundes“ genannt werden und den Bund stark machen würde:
 

Daniel 11,22

Und die Streitkräfte, die wie eine Flut daherfahren, werden vor ihm weggeschwemmt und zerbrochen                                    werden, dazu auch ein Fürst des Bundes.

Daniel 9,27

Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang;

 

 

 

Das AT schliesst mit dem Propheten Maleachi, der

den kommenden Messias den „Boten des Bundes“ nennt:

 

Maleachi 3,1

Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll; und plötzlich wird zu seinem Tempel                          kommen der Herr, den ihr sucht; und der Bote des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der                            HERR der Heerscharen.

 

 

Der Messias ist also:

→ Gottes Bund in personifizierter Form

→ Gottes unerschütterliche Liebe, die sich auf alle Beziehungsebenen auswirkt

→ Gottes neu bestätigte Treue zum Menschen

 

 

 

Das Herzstück der biblischen Erzählung ist: Gott möchte den Bund der Treue zwischen ihm und der Menschheit wiederherstellen. Jesus ist der Sohn Gottes, durch den dieses Ziel verwirklicht werden soll.

 

 

Wenn wir dieses Konzept verstanden haben, dann haben wir die grundlegende Sinnhaftigkeit der Bibel begriffen. Jede Prophezeiung, jede Geschichte, jedes Gedicht und jedes Gleichnis zeigt diesen roten Faden!

 

 

Damit sind wir nun bereit ins Neue Testament einzusteigen...

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Ein „zweiter Adam“, ein neuer Sohn Gottes wird in der Geschichte der Menschheit eine zentrale Rolle spielen und dort siegreich sein, wo der erste Adam scheiterte!

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